Also!
Für alle die es interessiert. Ich habe meinen Blog geteilt. In Privates (hier) und in Übersetzungen etc.
Solltet ihr an Übersetzungen interessiert sein, geht auf folgende Seite:
http://www.yononaka.de
Dort sammel ich mit 3 anderen Japanologen unsere Übersetzungen die wir so machen. Ist einfach kompakter so :-)
Hier werde ich mich dann nur noch auf persönliches konzentrieren, so dass sich die Arbeit nicht mit privaten Sachen mischt.
Also schaut mal rein!
Bis dann,
Henning
Sonntag, 22. Juni 2008
Mittwoch, 4. Juni 2008
Neue Wohnung!
Hallo!
So! Auch wenn ich es schon Sonntag machen wollte, hab ich einfach keine Zeit gefunden einen Eintrag über unseren Umzug zu schreiben.
Soweit lief alle...perfekt! Um ehrlich zu sein bin ich noch nie so gut umgezogen. Hausmeister etc. waren alle sehr kooperativ und wir hatten wirklich super Hilfe von Melissas Familie. Innerhalb von 8 Stunden war alles erledigt.
Die Wohnung hat zwei große Zimmer, eins davon hat ne integrierte Küche. Glücklicherweise ist es meins!! Bis zum Kühlschrank sind es nur wenige Meter auf dem rollenden Bürostuhl! Und weil alles behindertengerecht ist, muss ich nicht mal aufstehen! Toll! Allerdings weniger toll, wenn das Spülbecken auf Kniehöhe ist. Das Bad ist auch sehr groß und in der Dusche kann eine Fußballmannschaft zusammen duschen (ab Samstag EM, OLÉ)
Das ganze für jeden dann fast zum selben Preis wie ein einfaches Wohnheimzimmer.
Ein gutes Geburtstagsgeschenk für uns beide :)
Samstag wurde auch gleich ein Haustier angeschafft! Mit uns wohnt nun ein dsungarischer Zwerghamster genannt キムチ (Kimuchi) auch bekannt als Kimchi (eingelegter koreanischer Kohl).
Name und Kauf geht aber auf Melissas Kappe ;) (mag den Namen aber auch!)
Ist allerdings noch nicht so zutraulich. Eigentlich hat er nur Interesse am Essen. Jegliche Art von Annäherung wird unterbrochen, wenn die Erkenntnis kommt, dass der herannahende Finger doch kein Futter ist.
Ok, heute hab ich dann auch keine Lust mehr irgendwelche Texte/Übersetzungen zu präsentieren, deswegen lassen wir das heute mal. Aber demnächst kommt wieder was. Tut mir Leid, Fans! (wenn es euch gibt ;))
Anstelle dessen, gibt es Fotos:
Bis bald dann!
So! Auch wenn ich es schon Sonntag machen wollte, hab ich einfach keine Zeit gefunden einen Eintrag über unseren Umzug zu schreiben.
Soweit lief alle...perfekt! Um ehrlich zu sein bin ich noch nie so gut umgezogen. Hausmeister etc. waren alle sehr kooperativ und wir hatten wirklich super Hilfe von Melissas Familie. Innerhalb von 8 Stunden war alles erledigt.
Die Wohnung hat zwei große Zimmer, eins davon hat ne integrierte Küche. Glücklicherweise ist es meins!! Bis zum Kühlschrank sind es nur wenige Meter auf dem rollenden Bürostuhl! Und weil alles behindertengerecht ist, muss ich nicht mal aufstehen! Toll! Allerdings weniger toll, wenn das Spülbecken auf Kniehöhe ist. Das Bad ist auch sehr groß und in der Dusche kann eine Fußballmannschaft zusammen duschen (ab Samstag EM, OLÉ)
Das ganze für jeden dann fast zum selben Preis wie ein einfaches Wohnheimzimmer.
Ein gutes Geburtstagsgeschenk für uns beide :)
Samstag wurde auch gleich ein Haustier angeschafft! Mit uns wohnt nun ein dsungarischer Zwerghamster genannt キムチ (Kimuchi) auch bekannt als Kimchi (eingelegter koreanischer Kohl).
Name und Kauf geht aber auf Melissas Kappe ;) (mag den Namen aber auch!)
Ist allerdings noch nicht so zutraulich. Eigentlich hat er nur Interesse am Essen. Jegliche Art von Annäherung wird unterbrochen, wenn die Erkenntnis kommt, dass der herannahende Finger doch kein Futter ist.
Ok, heute hab ich dann auch keine Lust mehr irgendwelche Texte/Übersetzungen zu präsentieren, deswegen lassen wir das heute mal. Aber demnächst kommt wieder was. Tut mir Leid, Fans! (wenn es euch gibt ;))
Anstelle dessen, gibt es Fotos:
Bis bald dann!
Mittwoch, 28. Mai 2008
Yoshida Kenkô und das Tsurezuregusa
Eigentlich wollte ich gar nicht wieder so "schnell" was posten hier, aber aus aktuellem Anlass möchte ich euch nun doch was zeigen.
Und zwar einen Abschnitt aus dem Tsurezuregusa (徒然草) von Yoshida Kenkô (吉田兼好) Seines Zeichens nach passionierter Schriftsteller und Muffelkopf. Im Tsurezuregusa, was übersetzt in etwa "Aufzeichnungen in Mußestunden", geht es vornehmlich um Sachen die dem netten Herren miss- oder gefallen. Er philosophiert dabei über Natur und Mensch gleichermaßen, immer zu dem was ihm gerade in den Sinn kam. All seine Gedanken sind dabei geprägt von buddhistischen Gedankenzügen (er war hauptberuflich Mönch).
Heutzutage würde man sowas Blog nennen...Und genau das ist es eigentlich auch. Meiner Meinung nach sind manche Sachen Aufgrund ihrer Aktualität sehr interessant und manchmal auch unfreiwillig komisch. So ein Beispiel hatten wir heute wieder im Unterricht. Wir behandeln dort gerade ein Kapitel in dem er sich ausgiebig zu zwei der allgemein als schön geltenden Naturereignisse in Japan äußert. Der Kirschblüte und dem Herbstmond.
Die Kirschblüte dürfte ja den meisten bekannt sein als Begriff! Allgemein wird die volle Blüte als Höhepunkt angesehen bei dem jeder in Japan zu irgendeinem berühmten Ort pilgert um sie sich anzusehen, sich dann unter die Bäume zu setzen um zu trinken etc. (damals wie heute)
Der Herbstmond ist besonders schön zu betrachten, da im Herbst der Himmel meistens wolkenlos ist und man den Mond gut sehen kann. Auch wenn er die Schönheit der Ereignisse nicht verneint, so regt er sich mehr oder weniger drüber auf wie andere Leute sich vollkommen davon vereinnahmen lassen und als Resultat nervige Gedichte etc. darüber verfassen.
Auch wenn es vielleicht nicht so gewollt ist, so klingt es immer sehr schnippisch und altklug wenn man es übersetzt. Und weil ich den heutigen Teil besonders amüsant fand, dachte ich, dass ich heute mal was dazu schreibe.
Hier also der Abschnitt über das Ereignis der Kirschblüte:
"Ist es denn so, dass man Kirschblüte und Mond unbedingt mit den Augen sehen muss? Auch wenn man den Frühling das Haus nicht verlässt und in einer Mondnacht im Schlafzimmer verweilt, so ist das Denken (an die beiden Sachen) allein doch besonders schön.
Ein Mann von Bildung wird man nicht sehen, wie er sich vollkommen einem Interesse widmet, denn er verfolgt alles in Maßen.
Der einfache, ländliche Mensch hingegen, interessiert sich primitiver weise für alle möglichen Sachen. Er schmiegt sich an den Kirschbaum in voller Blüte, trinkt Reiswein, verfasst dann Gedichte (die Gedichte in dem Fall sind für ihn wohl das schlimmste) und zu allerletzt reißt er auch noch ohne Sinn und Verstand die großen Zweige des Baumes ab und nimmt sie mit nach Hause.
Im Sommer taucht er Hand und Fuß in jede Quelle, hinterlässt im Winter Fußstapfen im Schnee und einfach bei allen Dingen kann er es nicht nur beim Ansehen belassen!"
Fazit:
Es ist besser einfach besser sich alles nur vorzustellen als sich wirklich daran zu erfreuen. Außerdem ist jeder der alles anfassen muss um es zu verstehen ein dummer Bauer! Das Dichten bei der Kirschblüte entspricht heute etwa dem Karaoke...
Spaß haben ist schon doof! Der Miesepeter!
Bis bald,
Henning
Und zwar einen Abschnitt aus dem Tsurezuregusa (徒然草) von Yoshida Kenkô (吉田兼好) Seines Zeichens nach passionierter Schriftsteller und Muffelkopf. Im Tsurezuregusa, was übersetzt in etwa "Aufzeichnungen in Mußestunden", geht es vornehmlich um Sachen die dem netten Herren miss- oder gefallen. Er philosophiert dabei über Natur und Mensch gleichermaßen, immer zu dem was ihm gerade in den Sinn kam. All seine Gedanken sind dabei geprägt von buddhistischen Gedankenzügen (er war hauptberuflich Mönch).
Heutzutage würde man sowas Blog nennen...Und genau das ist es eigentlich auch. Meiner Meinung nach sind manche Sachen Aufgrund ihrer Aktualität sehr interessant und manchmal auch unfreiwillig komisch. So ein Beispiel hatten wir heute wieder im Unterricht. Wir behandeln dort gerade ein Kapitel in dem er sich ausgiebig zu zwei der allgemein als schön geltenden Naturereignisse in Japan äußert. Der Kirschblüte und dem Herbstmond.
Die Kirschblüte dürfte ja den meisten bekannt sein als Begriff! Allgemein wird die volle Blüte als Höhepunkt angesehen bei dem jeder in Japan zu irgendeinem berühmten Ort pilgert um sie sich anzusehen, sich dann unter die Bäume zu setzen um zu trinken etc. (damals wie heute)
Der Herbstmond ist besonders schön zu betrachten, da im Herbst der Himmel meistens wolkenlos ist und man den Mond gut sehen kann. Auch wenn er die Schönheit der Ereignisse nicht verneint, so regt er sich mehr oder weniger drüber auf wie andere Leute sich vollkommen davon vereinnahmen lassen und als Resultat nervige Gedichte etc. darüber verfassen.
Auch wenn es vielleicht nicht so gewollt ist, so klingt es immer sehr schnippisch und altklug wenn man es übersetzt. Und weil ich den heutigen Teil besonders amüsant fand, dachte ich, dass ich heute mal was dazu schreibe.
Hier also der Abschnitt über das Ereignis der Kirschblüte:
"Ist es denn so, dass man Kirschblüte und Mond unbedingt mit den Augen sehen muss? Auch wenn man den Frühling das Haus nicht verlässt und in einer Mondnacht im Schlafzimmer verweilt, so ist das Denken (an die beiden Sachen) allein doch besonders schön.
Ein Mann von Bildung wird man nicht sehen, wie er sich vollkommen einem Interesse widmet, denn er verfolgt alles in Maßen.
Der einfache, ländliche Mensch hingegen, interessiert sich primitiver weise für alle möglichen Sachen. Er schmiegt sich an den Kirschbaum in voller Blüte, trinkt Reiswein, verfasst dann Gedichte (die Gedichte in dem Fall sind für ihn wohl das schlimmste) und zu allerletzt reißt er auch noch ohne Sinn und Verstand die großen Zweige des Baumes ab und nimmt sie mit nach Hause.
Im Sommer taucht er Hand und Fuß in jede Quelle, hinterlässt im Winter Fußstapfen im Schnee und einfach bei allen Dingen kann er es nicht nur beim Ansehen belassen!"
Fazit:
Es ist besser einfach besser sich alles nur vorzustellen als sich wirklich daran zu erfreuen. Außerdem ist jeder der alles anfassen muss um es zu verstehen ein dummer Bauer! Das Dichten bei der Kirschblüte entspricht heute etwa dem Karaoke...
Spaß haben ist schon doof! Der Miesepeter!
Bis bald,
Henning
Freitag, 23. Mai 2008
Der erste Mann der den Fluss Uji durchquerte! und baldiger Umzug!
So es ist mal wieder Zeit für eine Übersetzung zum posten! Ich hab jetzt endlich das Kapitel des 平家物語 (Heike Monogatari) genannt 宇治川先陣 (Ujigawa no Senjin, Der erste Mann der den Fluss Uji durchquerte) fertig übersetzt. War gar nicht so leicht, dass aus dem altjapanischen in halbwegs anständiges Deutsch zu bringen, aber man wächst ja an den Aufgaben. Aber bevor ich das (natürlich lang erwartete!!!) Ergebnis hier einfüge nochmal ein paar Worte zu meinem/unserem bevorstehendem Umzug! Ganz recht, wir haben eine 2-Zimmer Wohnung "gefunden". Das ganze ist vom Wohnheim, deswegen geht das ganze relativ unproblematisch für mich.Endlich komm ich aus dieser 1-Zimmer 12m² Hölle raus! Naja Hölle ist etwas zu viel, aber eng war es trotzdem zu zweit. Montag wird alles klar gemacht, hoffe ich jedenfalls.
Wenn wir dann eingezogen sind, poste ich natürlich Bilder!
Jetzt aber wieder zur Übersetzung. Das Kapitel spielt während des Genpei Krieges und ist der Auftakt der Schlacht zwischen den Truppen der Generäle Minamoto no Yoshitsune und Kiso Yoshinaka auf der anderen Seite. Markant an dem Kapitel ist der Humor! Man kann sagen, dass es einige der wenigen Stellen des Werkes ist wo absichtlich ein Witz eingebaut wurde. Ansonsten ist es mehr oder weniger nur unfreiwillig komisch, was aber für mich mindestens genauso gut ist ;-) Manchmal ist der Text sehr holperig und hat schnelle Szenenwechsel. Es ist einfach nicht zu 100% Prosa, sondern eher geschichtliche Aufzeichnungen gewürzt mit künstlerischer Freiheit. Wenn die Autoren oder der Autor (ist nicht so klar) sich über gewisse Ereignisse nicht im klaren waren, fielen die einfach knapper aus. Von daher sollte man erzählerische Unfeinheiten verzeihen!
Nach diesem Kapitel habe ich noch ein weiteres aus dem Heike Monogatari was ich dann demnächst veröffentlichen werde. Außerdem hab ich noch ein paar andere kurze Texte und Gedichte (auch moderne Sachen) die ich hier noch gerne bringen würde. Ich versuch dann auch hauptsächlich humorvolle (unfreiwillig oder absichtlich) Inhalte zu veröffentlichen, gerade auch weil diese mir auch am liebsten sind. Immer mit der Hoffnung, dass es irgendwen ein bisschen interessiert. ;-) Aber nun viel Spaß mit dem Kapitel:
Wenn wir dann eingezogen sind, poste ich natürlich Bilder!
Jetzt aber wieder zur Übersetzung. Das Kapitel spielt während des Genpei Krieges und ist der Auftakt der Schlacht zwischen den Truppen der Generäle Minamoto no Yoshitsune und Kiso Yoshinaka auf der anderen Seite. Markant an dem Kapitel ist der Humor! Man kann sagen, dass es einige der wenigen Stellen des Werkes ist wo absichtlich ein Witz eingebaut wurde. Ansonsten ist es mehr oder weniger nur unfreiwillig komisch, was aber für mich mindestens genauso gut ist ;-) Manchmal ist der Text sehr holperig und hat schnelle Szenenwechsel. Es ist einfach nicht zu 100% Prosa, sondern eher geschichtliche Aufzeichnungen gewürzt mit künstlerischer Freiheit. Wenn die Autoren oder der Autor (ist nicht so klar) sich über gewisse Ereignisse nicht im klaren waren, fielen die einfach knapper aus. Von daher sollte man erzählerische Unfeinheiten verzeihen!
Nach diesem Kapitel habe ich noch ein weiteres aus dem Heike Monogatari was ich dann demnächst veröffentlichen werde. Außerdem hab ich noch ein paar andere kurze Texte und Gedichte (auch moderne Sachen) die ich hier noch gerne bringen würde. Ich versuch dann auch hauptsächlich humorvolle (unfreiwillig oder absichtlich) Inhalte zu veröffentlichen, gerade auch weil diese mir auch am liebsten sind. Immer mit der Hoffnung, dass es irgendwen ein bisschen interessiert. ;-) Aber nun viel Spaß mit dem Kapitel:
"Der erste Mann der den Fluss Uji durchquerte"
Das Pferd, das Sasaki Shirou Takatsuna erhalten hatte, war ein brauner Hengst mit schwarzer Mähne.
Es war außerordentlich stark und kräftig, aber weil es sowohl Mensch als auch Pferd nicht an sich heran lies, erhielt es den Namen Ikezuki (verrückter Beißer). Man sagt, es wäre rund 4 Zoll größer als andere Pferde gewesen.
Auch Surusumi (Tintenblock), das Pferd das Kajiwara Genda Kagesue bekommen hatte, war außergewöhnlich stark und kräftig und ob seiner pechschwarzen Farbe trug es diesen Namen.
Beide waren unvergleichlich gute Pferde.
Von der Provinz Owari aus ritten sie in Front- und Rückseitenstreitmacht geteilt auf die
Hauptstadt zu. Der General der Frontstreitmacht war (Kaba no onzôshi) Noriyori. Unter seinem Kommando standen:
Insgesamt waren es 35.000 Reiter, die sich nach Noji und Shinohara der Provinz Omi zuwandten.
Die Rückseitenstreitmacht von General (Kurô onzôshi) Yoshitsune unter anderem begleitet von:
Zusammen waren es 25.000 Reiter, die über die Provinz Iga bis zur Brücke in Uji zogen.
Jedoch waren sowohl die Brücken von Seta als auch Uji entfernt worden und auf dem Grund des Flusses waren Pfosten eingeschlagen, verbunden mit Seilen an denen wiederum Dornengewächs befestigt war.
Weil schon der 20te des ersten Monats überschritten war, war es genau die Zeit, in der der Schnee aus dem Vorjahr in den Hochebenen von Hira, den Bergen in Shiga und auf dem Berg Nagara bereits verschwunden, das Eis der Täler bereits geschmolzen und demzufolge das Wasser angestiegen war. Die weißen Wogen des Flusses türmten sich auf und stürzten nieder, der Strom der sich brechenden Wellen dröhnte und das aufgewühlte Wasser floss schnell dahin.
Als die Nacht langsam dem Tage wich und der Nebel dicht über dem Fluss stand, waren weder das Fell der Pferde noch die Schnüre der Rüstungen klar zu erkennen.
Es war zu dieser Zeit, als General Yoshitsune an das Ufer des Flusses vortrat, den Blick über die Wasseroberfläche streifen lies und, wohl um die Herzen seiner Männer zu testen, verlauten lies: „Wie nun sollen wir verfahren? Sollen wir uns nach Yodo oder Imoarai wenden und den Fluss meiden, oder warten bis das Wasser zurück weicht?“ Dies gesprochen, wandte sich Hatakeyama no Shigetada, der zu diesen Zeitpunkt ein Jungspund von gerade einmal 21 war, zum Ufer des Flusses und sprach: „Wir haben in Kamakura bereits zur Genüge Belehrungen über diesen Fluss erhalten! Es ist ja nun wirklich nicht so, dass dieser Fluss euch unbekannt und gerade erst zutage getreten wäre. Da dieser Fluss dem Biwa-See der Provinz Ômi entspringt, mögen wir warten und warten, dennoch schwinden wird er nicht. Ferner wird uns auch wohl niemand eine Brücke bauen! Aber waren es etwa zornige Götter, die Ashikaga no Matatarô Takatsuna in der Schlacht von Jishô verhalfen, den Fluss zu überqueren? Ich, Shigetada, werde mich in den Fluss wagen.“ Dies verkündet, gerade als sich die 500 Reiter des Klans der Tan als erste Trense an Trense aufreihten, preschten von der Tachibana Sandbank im Nordosten des Byôdôin zwei Reiter heran. Einer von ihnen war Kajiwara Genda Kagesue, der andere Sasaki Shirô Takatsuna. Auch wenn die anderen es nicht ahnten, so hatten sich die beiden im Herzen entschlossen, die Ersten zu sein. Aber Kajiwara war Sasaki mehrere Längen voraus. Als Sasaki rief, „Dieser Fluss ist der Größte in den westlichen Provinzen! Euer Sattelgurt scheint lose, zieht ihn fest!“, stieg Kajiwara, der wohl auch schon daran gedacht hatte, mit beiden Beinen fest in seine Steigbügel, schmiss die Zügel in die Mähne des Pferdes und festigte den Gurt. Währenddessen zog Sasaki an ihm vorbei und spurtete in den Fluss. Kajiwara dachte wohl bei sich, ob er nicht betrogen wurde und hechtete kurz darauf hinterher. Als er ihn warnte: „Obacht Fürst Sasaki, dass ihr nicht um des Ruhmes willen Ungeschick walten lasst. Auf dem Grund des Flusses sind gewiss Seile gespannt.“, zog Sasaki sein Schwert und schnitt die Seile, die die Füße seines Pferdes erreichten durch. Auf Ikezuki, dem weltbesten Pferd, ritt er, auch wenn der Strom stark war, schnurgerade zur anderen Seite des Flusses und stieg das Ufer hinauf.
Kajiwaras Pferd Surusumi hingegen wurde ab der Mitte des Flusses von der Strömung schräg abgedrängt und ging deutlich weiter flussabwärts an Land.
Sasaki richtete sich im Sattel auf und verkündete lautstark seinen Namen: „Ich Sasaki Shirô Takatsuna, Nachkomme der neunten Generation des Kaisers Uda, Sohn des Sasaki Saburô Hideyoshi, bin der erste der den Fluss Uji durchquerte! Wer glaubt meiner würdig zu sein, der messe sich mit mir!“
Daraufhin passierte Hatakeyama mit seinen 500 Reitern den Fluss. Da aber seinem Pferd von der gegenüberliegenden Seite durch Yamada no Jirô in den Kopf geschossen wurde, arbeitete er sich von der Mitte des Flusses an mit seinem Bogen als Stütze weiter voran. Obwohl im das Wasser bis zum Rand seines Helms reichte, kümmerte ihn das wenig und er kam, nach mehrmaligem untertauchen, am Ufer an. Als er gerade im Begriff war, das Ufer zu erklimmen, spürte er wie ihn jemand von hinten kräftig zog. „Wer ist da“, fragte er, „Shigechika“ kam als Antwort. „Bist du es etwa, Ôkushi?“. „So ist es!“. Ôkushi no Jirô Shigechika war das Patenkind von Hatakeyama. Auf dessen Klage: „Der Strom des Wassers war zu stark, mein Pferd wurde hin fort getrieben! Und weil meine Kraft nicht ausreichte, klammerte ich mich an euch!“, entgegnete Hatakeyama bloß: „Ihr jungen Kerle glaubt wohl, dass ihr von Leuten wie mir, Shigetada, aus jeglicher Mißlage befreit werdet!“ und während er dies sagte, packte er Ôkushi und warf ihn ans Ufer. Dieser stellte sich sofort stramm auf und verkündete: „Ich Ôkushi Jirô Shigechika, stammend aus der Provinz Musashi bin der erste Mann, der denn Fluss Uji durchquerte...zu Fuß!“. Dies hörend brachen sowohl Freund als auch Feind in schallendes Gelächter aus.
Danach erklomm Hatakeyama sein Ersatzpferd. Ihm entgegen kam ein Feind welcher einen Hitatare aus Damast mit Fischwappen und darüber eine rotgeschnürte Rüstung trug. Auf seinem Apfelschimmel, der einen mit Gold beschlagenen Sattel trug, ritt er geradewegs auf ihn zu und als Hatakeyama ihn aufforderte: „Wer kommt da angeritten, gebt euch zu erkennen!“, verkündete dieser: „ Ich bin Nagase no Hangandai Shigetsuna, Mitglied der Familie von Fürst Kisô Yoshinaka!“
„Euch opfere ich dem Kriegsgott!“, sprach Hatakeyama, ritt auf eine Höhe mit ihm, riss ihn vom Pferd drehte ihm den Hals um und nahm seinen Kopf. Diesen gab Honda no Jirô zur Aufbewahrung, welcher ihn an seinem Sattel befestigte.
Zum Anfang konnten die Truppen des Fürst Kisô Yoshinaka die Stellung an der Brücke über den Fluss Uji noch für eine Weile halten, aber als die Truppen aus den östlichen Provinzen alle den Fluss durchquert hatten und angriffen, wurden sie aufgerieben und flüchteten Richtung Kohatayama und Fushimi.
Die Truppen die nach Seta zogen, überquerten dank eines Einfalls von Inage no Saburô Shigenari die Stromschnellen von Tanakami no guko.
Es war außerordentlich stark und kräftig, aber weil es sowohl Mensch als auch Pferd nicht an sich heran lies, erhielt es den Namen Ikezuki (verrückter Beißer). Man sagt, es wäre rund 4 Zoll größer als andere Pferde gewesen.
Auch Surusumi (Tintenblock), das Pferd das Kajiwara Genda Kagesue bekommen hatte, war außergewöhnlich stark und kräftig und ob seiner pechschwarzen Farbe trug es diesen Namen.
Beide waren unvergleichlich gute Pferde.
Von der Provinz Owari aus ritten sie in Front- und Rückseitenstreitmacht geteilt auf die
Hauptstadt zu. Der General der Frontstreitmacht war (Kaba no onzôshi) Noriyori. Unter seinem Kommando standen:
Takeda no Tarô
Kagami no Jirô,
Ichijô no Jirô,
Itagaki no Saburô,
Inage no Saburô,
Hangae no Shirô,
Kumagae no Jirô und
Inomata no Koheiroku
Kagami no Jirô,
Ichijô no Jirô,
Itagaki no Saburô,
Inage no Saburô,
Hangae no Shirô,
Kumagae no Jirô und
Inomata no Koheiroku
Insgesamt waren es 35.000 Reiter, die sich nach Noji und Shinohara der Provinz Omi zuwandten.
Die Rückseitenstreitmacht von General (Kurô onzôshi) Yoshitsune unter anderem begleitet von:
Yasuda no Saburô,
Ôuchi no Tarô,
Hatakeyama no Shôjijirô,
Kajiwara Genda,
Sasaki Shirô,
Kasuya no Saburô,
Shibuya no Uma-no-Jô und
Hirayama no Mushadokoro.
Ôuchi no Tarô,
Hatakeyama no Shôjijirô,
Kajiwara Genda,
Sasaki Shirô,
Kasuya no Saburô,
Shibuya no Uma-no-Jô und
Hirayama no Mushadokoro.
Zusammen waren es 25.000 Reiter, die über die Provinz Iga bis zur Brücke in Uji zogen.
Jedoch waren sowohl die Brücken von Seta als auch Uji entfernt worden und auf dem Grund des Flusses waren Pfosten eingeschlagen, verbunden mit Seilen an denen wiederum Dornengewächs befestigt war.
Weil schon der 20te des ersten Monats überschritten war, war es genau die Zeit, in der der Schnee aus dem Vorjahr in den Hochebenen von Hira, den Bergen in Shiga und auf dem Berg Nagara bereits verschwunden, das Eis der Täler bereits geschmolzen und demzufolge das Wasser angestiegen war. Die weißen Wogen des Flusses türmten sich auf und stürzten nieder, der Strom der sich brechenden Wellen dröhnte und das aufgewühlte Wasser floss schnell dahin.
Als die Nacht langsam dem Tage wich und der Nebel dicht über dem Fluss stand, waren weder das Fell der Pferde noch die Schnüre der Rüstungen klar zu erkennen.
Es war zu dieser Zeit, als General Yoshitsune an das Ufer des Flusses vortrat, den Blick über die Wasseroberfläche streifen lies und, wohl um die Herzen seiner Männer zu testen, verlauten lies: „Wie nun sollen wir verfahren? Sollen wir uns nach Yodo oder Imoarai wenden und den Fluss meiden, oder warten bis das Wasser zurück weicht?“ Dies gesprochen, wandte sich Hatakeyama no Shigetada, der zu diesen Zeitpunkt ein Jungspund von gerade einmal 21 war, zum Ufer des Flusses und sprach: „Wir haben in Kamakura bereits zur Genüge Belehrungen über diesen Fluss erhalten! Es ist ja nun wirklich nicht so, dass dieser Fluss euch unbekannt und gerade erst zutage getreten wäre. Da dieser Fluss dem Biwa-See der Provinz Ômi entspringt, mögen wir warten und warten, dennoch schwinden wird er nicht. Ferner wird uns auch wohl niemand eine Brücke bauen! Aber waren es etwa zornige Götter, die Ashikaga no Matatarô Takatsuna in der Schlacht von Jishô verhalfen, den Fluss zu überqueren? Ich, Shigetada, werde mich in den Fluss wagen.“ Dies verkündet, gerade als sich die 500 Reiter des Klans der Tan als erste Trense an Trense aufreihten, preschten von der Tachibana Sandbank im Nordosten des Byôdôin zwei Reiter heran. Einer von ihnen war Kajiwara Genda Kagesue, der andere Sasaki Shirô Takatsuna. Auch wenn die anderen es nicht ahnten, so hatten sich die beiden im Herzen entschlossen, die Ersten zu sein. Aber Kajiwara war Sasaki mehrere Längen voraus. Als Sasaki rief, „Dieser Fluss ist der Größte in den westlichen Provinzen! Euer Sattelgurt scheint lose, zieht ihn fest!“, stieg Kajiwara, der wohl auch schon daran gedacht hatte, mit beiden Beinen fest in seine Steigbügel, schmiss die Zügel in die Mähne des Pferdes und festigte den Gurt. Währenddessen zog Sasaki an ihm vorbei und spurtete in den Fluss. Kajiwara dachte wohl bei sich, ob er nicht betrogen wurde und hechtete kurz darauf hinterher. Als er ihn warnte: „Obacht Fürst Sasaki, dass ihr nicht um des Ruhmes willen Ungeschick walten lasst. Auf dem Grund des Flusses sind gewiss Seile gespannt.“, zog Sasaki sein Schwert und schnitt die Seile, die die Füße seines Pferdes erreichten durch. Auf Ikezuki, dem weltbesten Pferd, ritt er, auch wenn der Strom stark war, schnurgerade zur anderen Seite des Flusses und stieg das Ufer hinauf.
Kajiwaras Pferd Surusumi hingegen wurde ab der Mitte des Flusses von der Strömung schräg abgedrängt und ging deutlich weiter flussabwärts an Land.
Sasaki richtete sich im Sattel auf und verkündete lautstark seinen Namen: „Ich Sasaki Shirô Takatsuna, Nachkomme der neunten Generation des Kaisers Uda, Sohn des Sasaki Saburô Hideyoshi, bin der erste der den Fluss Uji durchquerte! Wer glaubt meiner würdig zu sein, der messe sich mit mir!“
Daraufhin passierte Hatakeyama mit seinen 500 Reitern den Fluss. Da aber seinem Pferd von der gegenüberliegenden Seite durch Yamada no Jirô in den Kopf geschossen wurde, arbeitete er sich von der Mitte des Flusses an mit seinem Bogen als Stütze weiter voran. Obwohl im das Wasser bis zum Rand seines Helms reichte, kümmerte ihn das wenig und er kam, nach mehrmaligem untertauchen, am Ufer an. Als er gerade im Begriff war, das Ufer zu erklimmen, spürte er wie ihn jemand von hinten kräftig zog. „Wer ist da“, fragte er, „Shigechika“ kam als Antwort. „Bist du es etwa, Ôkushi?“. „So ist es!“. Ôkushi no Jirô Shigechika war das Patenkind von Hatakeyama. Auf dessen Klage: „Der Strom des Wassers war zu stark, mein Pferd wurde hin fort getrieben! Und weil meine Kraft nicht ausreichte, klammerte ich mich an euch!“, entgegnete Hatakeyama bloß: „Ihr jungen Kerle glaubt wohl, dass ihr von Leuten wie mir, Shigetada, aus jeglicher Mißlage befreit werdet!“ und während er dies sagte, packte er Ôkushi und warf ihn ans Ufer. Dieser stellte sich sofort stramm auf und verkündete: „Ich Ôkushi Jirô Shigechika, stammend aus der Provinz Musashi bin der erste Mann, der denn Fluss Uji durchquerte...zu Fuß!“. Dies hörend brachen sowohl Freund als auch Feind in schallendes Gelächter aus.
Danach erklomm Hatakeyama sein Ersatzpferd. Ihm entgegen kam ein Feind welcher einen Hitatare aus Damast mit Fischwappen und darüber eine rotgeschnürte Rüstung trug. Auf seinem Apfelschimmel, der einen mit Gold beschlagenen Sattel trug, ritt er geradewegs auf ihn zu und als Hatakeyama ihn aufforderte: „Wer kommt da angeritten, gebt euch zu erkennen!“, verkündete dieser: „ Ich bin Nagase no Hangandai Shigetsuna, Mitglied der Familie von Fürst Kisô Yoshinaka!“
„Euch opfere ich dem Kriegsgott!“, sprach Hatakeyama, ritt auf eine Höhe mit ihm, riss ihn vom Pferd drehte ihm den Hals um und nahm seinen Kopf. Diesen gab Honda no Jirô zur Aufbewahrung, welcher ihn an seinem Sattel befestigte.
Zum Anfang konnten die Truppen des Fürst Kisô Yoshinaka die Stellung an der Brücke über den Fluss Uji noch für eine Weile halten, aber als die Truppen aus den östlichen Provinzen alle den Fluss durchquert hatten und angriffen, wurden sie aufgerieben und flüchteten Richtung Kohatayama und Fushimi.
Die Truppen die nach Seta zogen, überquerten dank eines Einfalls von Inage no Saburô Shigenari die Stromschnellen von Tanakami no guko.
Samstag, 19. April 2008
Heike Monogatari
Jetzt hab ich schon wieder viel zu lange nicht mehr geschrieben!
So langsam gehts halt auch wieder los in der Uni und es geht ans vorbereiten etc. Das kostet immer enorm viel Zeit und dann hab ich meistens keine Lust mehr noch irgendwas zu schreiben. Aber jetzt ist ja Wochenende + Melissa ist auch gerade nicht da. Die ist zu ihrer Familie heim gefahren. Ich wär mit, aber leider ist das Geld gerade knapp und außerdem haben die heute zusammen einen Ausflug gemacht, wo ich auch nicht unbedingt Lust drauf hatte. ;-)
Gestern hab ich seit langer Zeit mal wieder "00 Schneider" von Helge Schneider gesehen. Immer wieder lustig, vor allem mit Freunden und Alkohol hihi.
So langsam gehts halt auch wieder los in der Uni und es geht ans vorbereiten etc. Das kostet immer enorm viel Zeit und dann hab ich meistens keine Lust mehr noch irgendwas zu schreiben. Aber jetzt ist ja Wochenende + Melissa ist auch gerade nicht da. Die ist zu ihrer Familie heim gefahren. Ich wär mit, aber leider ist das Geld gerade knapp und außerdem haben die heute zusammen einen Ausflug gemacht, wo ich auch nicht unbedingt Lust drauf hatte. ;-)
Gestern hab ich seit langer Zeit mal wieder "00 Schneider" von Helge Schneider gesehen. Immer wieder lustig, vor allem mit Freunden und Alkohol hihi.
Nun zum fachlichen:
Mein Semester in der Japanologie besteht diesmal zu einem ziemlich erheblichen Teil aus der Lektüre des 平家物語(Heike Monogatari). Auf Deutsch: Die Erzählungen über die Heike. Das Hei in Heike wird übrigens eher "Hey" ausgesprochen und nicht "Hai". Ist also in diesem Fall nicht der gängige weibliche Vorname!
In dem Werk aus dem 13. Jahrhundert geht es um den Aufstieg und Fall der Krieger-Familie der Taira (andere Lesung für Heike). Das Werk ist merklich unter starkem buddhistischem Einfluss entstanden. Da das japanische Mittelalter dem buddhistischem Zeitalter des Verfalls (末法) entspricht, in welchem die buddhistischen Lehren immer mehr in Vergessenheit geraten und das Land in Chaos verfällt (laut Definition der buddhistischen Zeitalter), ist das ganze Werk eher melancholisch und pessimistisch. Karma spielt auch eine Große Rolle. So ist der Untergang der Taira mehr oder weniger eigentlich die Schuld ihres Oberhauptes Taira no Kiyomori, dessen Karma für seine üblen Taten nun seine Nachkommen ausbaden müssen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht also wie gesagt die Familie der Taira, welche Momentan die Macht am Hof kontrollieren, aber von den Minamoto (oder auch Genji) herausgefordert werden.
Im Werk geht es um die Einzelschicksale der Krieger beider Familien, so wie um Große Schlachten zwischen den beiden Familien und Verschwörungen usw.
Gut genug dazu erstmal.
Ich dachte ich poste diesmal auf dem Blog die berühmten ersten Zeilen des Werkes, welche wie folgt lauten:
In dem Werk aus dem 13. Jahrhundert geht es um den Aufstieg und Fall der Krieger-Familie der Taira (andere Lesung für Heike). Das Werk ist merklich unter starkem buddhistischem Einfluss entstanden. Da das japanische Mittelalter dem buddhistischem Zeitalter des Verfalls (末法) entspricht, in welchem die buddhistischen Lehren immer mehr in Vergessenheit geraten und das Land in Chaos verfällt (laut Definition der buddhistischen Zeitalter), ist das ganze Werk eher melancholisch und pessimistisch. Karma spielt auch eine Große Rolle. So ist der Untergang der Taira mehr oder weniger eigentlich die Schuld ihres Oberhauptes Taira no Kiyomori, dessen Karma für seine üblen Taten nun seine Nachkommen ausbaden müssen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht also wie gesagt die Familie der Taira, welche Momentan die Macht am Hof kontrollieren, aber von den Minamoto (oder auch Genji) herausgefordert werden.
Im Werk geht es um die Einzelschicksale der Krieger beider Familien, so wie um Große Schlachten zwischen den beiden Familien und Verschwörungen usw.
Gut genug dazu erstmal.
Ich dachte ich poste diesmal auf dem Blog die berühmten ersten Zeilen des Werkes, welche wie folgt lauten:
祇園精舎の鐘の声、 Gionshouja no kane no koe,
諸行無常の響あり shogyomujou no hibiki ari
沙羅双樹の花の色、 sarasouju no hana no iro
盛者必衰の理をあらはす。 joushahissui no kotowari o arawasu.
おごれる人も、久しからず、 ogoreruhito mo, hisashikarazu,
只春の夜の夢のごとし。 tada haru no yume no gotoshi.
たけき者も遂にはほろびぬ、 takekimono mo tsui niha horobinu,
ひとへに風の前の塵に同じ。 hito e ni kaze no mae no chiri to onaji.
Der Glockenklang des Gion-Klosters,
kündet von aller Dinge Vergänglichkeit.
Der Sala-Bäume Blütenfarbe offenbart,
dass alles, was erblüht, unausweichlich welkt dahin.
Die Hochmütigen währen nicht lange, gleichen sie doch bloß
dem Traum einer Frühlingsnacht.
Auch die Mächtigen gehen letztendlich zu Grunde,
denn sie sind wie der Staub, den der Wind vor sich trägt.
Ist vielleicht nicht am schönsten übersetzt, aber ich glaub die Bedeutung kommt rüber. ;-)
Das Gion Kloster ist ein indisches Kloster dessen Glocken beim Tode eines Mönches zu läuten beginnen um ihn ein letztes mal an seine Vergänglichkeit zu erinnern, so dass er allem weltlichen entsagend in die nächste Welt (wo auch immer das letztendlich sein mag) über tritt. Auch die Blüten des Sala-Baumes sind ein Symbol für die Vergänglichkeit.
Traum einer Frühlingsnacht und Staub vor dem Wind natürlich auch.
Es wird also nicht gespart an Metaphern um zu vermitteln was Sache ist. Das ganze zieht sich dann wie ein roter Faden durch das Buch. Die Taira hierbei als die Hochmütigen/Mächtigen die aber trotz Macht letztendlich unter gehen.
Aber trotzdem ist das Werk vielfältig. Ist quasi für alle was dabei. Heldengeschichten, Liebesgeschichten, religiöse Geschichten, Gleichnisse mit chinesischen Herrschern die immer lustige Sachen gemacht haben usw. Alles manchmal mehr, manchmal weniger spannend. Aber für ein knapp 800 Jahre altes Werk, ist das doch schon mal ganz gut ;-)
Zum Thema Vergänglichkeit noch etwas aus meinem Alltag:
Mein Bettgestell ist, auch wenn es eher weniger hochmütig war, vergangen...sprich kaputt. Es ist zerbrochen als ich meinen Alabasterkörper mit gerade zu unmenschlicher Präzision auf eine (nicht) Sollbruchstelle des Bettgestells gleiten lies.
Jetzt musste ich das doofe alte, kleine Bett wieder aufbauen. Das wird ein Spaß demnächst da drin zu zweit zu schlafen. Jetzt kommt zum bereits bestehenden Decke-Wegzieh-Faktor auch noch der Platz-Wegnehm-Faktor dazu. Taira gegen Minamoto, Mann im Bett gegen Frau im Bett...ist doch alles das Gleiche!
Soweit dazu! Genug ge-gleichnisst
Ich guck jetzt weiter Battlestar Galactica (Nicht das Orginal aus den 70ern sondern das 2000er Remake). Kann ich empfehlen an jeden der Science Fiction mit Story mag!!!
Und n Tee trink ich glaube ich auch noch.
Ich bin ein Regenwurm, mit toupierten Haaren und trinke ein riesiges Stück Holz!
Aus und Ende.
Das Gion Kloster ist ein indisches Kloster dessen Glocken beim Tode eines Mönches zu läuten beginnen um ihn ein letztes mal an seine Vergänglichkeit zu erinnern, so dass er allem weltlichen entsagend in die nächste Welt (wo auch immer das letztendlich sein mag) über tritt. Auch die Blüten des Sala-Baumes sind ein Symbol für die Vergänglichkeit.
Traum einer Frühlingsnacht und Staub vor dem Wind natürlich auch.
Es wird also nicht gespart an Metaphern um zu vermitteln was Sache ist. Das ganze zieht sich dann wie ein roter Faden durch das Buch. Die Taira hierbei als die Hochmütigen/Mächtigen die aber trotz Macht letztendlich unter gehen.
Aber trotzdem ist das Werk vielfältig. Ist quasi für alle was dabei. Heldengeschichten, Liebesgeschichten, religiöse Geschichten, Gleichnisse mit chinesischen Herrschern die immer lustige Sachen gemacht haben usw. Alles manchmal mehr, manchmal weniger spannend. Aber für ein knapp 800 Jahre altes Werk, ist das doch schon mal ganz gut ;-)
Zum Thema Vergänglichkeit noch etwas aus meinem Alltag:
Mein Bettgestell ist, auch wenn es eher weniger hochmütig war, vergangen...sprich kaputt. Es ist zerbrochen als ich meinen Alabasterkörper mit gerade zu unmenschlicher Präzision auf eine (nicht) Sollbruchstelle des Bettgestells gleiten lies.
Jetzt musste ich das doofe alte, kleine Bett wieder aufbauen. Das wird ein Spaß demnächst da drin zu zweit zu schlafen. Jetzt kommt zum bereits bestehenden Decke-Wegzieh-Faktor auch noch der Platz-Wegnehm-Faktor dazu. Taira gegen Minamoto, Mann im Bett gegen Frau im Bett...ist doch alles das Gleiche!
Soweit dazu! Genug ge-gleichnisst
Ich guck jetzt weiter Battlestar Galactica (Nicht das Orginal aus den 70ern sondern das 2000er Remake). Kann ich empfehlen an jeden der Science Fiction mit Story mag!!!
Und n Tee trink ich glaube ich auch noch.
Ich bin ein Regenwurm, mit toupierten Haaren und trinke ein riesiges Stück Holz!
Aus und Ende.
Donnerstag, 3. April 2008
Internet Oh Internet...
...ohne dich geht heute fast garnichts mehr!
Wie ihr alle vielleicht wisst, bin ich letzte Woche Donnerstag wieder in Tübingen eingezogen. Leider ging sofort das wichtigste erstmal nicht. Ich rede natürlich vom Internet. Irgendwie hatte die Person die vor mir hier gewohnt hat was illegales gemacht (schlimm schlimm) und das nicht gemeldet, deswegen war das Internet die ganze Zeit für dieses Zimmer gesperrt. Aber nachdem erkannt wurde, dass ich damit nichts zu tun hatte (hatte ne mail an die Verwalter des Netzes geschrieben) wurde ich gestern entsperrt!
Der Umzug war stressig! Aber das ist ja nichts unnormales. Zum Glück waren wir zu viert (Melissa, ihre Eltern und Ich) und alles ging ratzfatz!!! Wir habens glaube ich gut geschafft die Arbeit zu teilen. Hat auch zeitlich alles super hin gehauen. Auch danke ich den netten netten netten Menschen die meine Möbel beherbergt hatten und nun Melissas Möbel zeitweise beherbergen. Das war mir wieder alles fast peinlich wie gut wir behandelt wurden. :-)
Gut, durch die lange Sperre (laaaaaaang) konnten wir uns aber wieder gut im guten alten™ Tübingen einleben. Schön hier! Der Penny ist besser als der alte Treff-Discount. ;-) Und die Chinesen-Post (Postschalter der auch Hello Kitty und Computerteile führt und von einem chinesischen Ehepaar oder so geleitet wird) ist sowieso kult. Die Mensa hat es geschafft durch Preiserhöhung und umstrukturiertes Menü NOCH schlechter zu werden und in der Japanologie haben sie die Geschichtsmangas in die unterste Reihe umsortiert. Alles sehr traurig, aber ich werde mich dran gewöhnen.
Aber jetzt mal ein bisschen über WG und Zimmer:
Mein Zimmer finde ich wirklich schön. Es ist auch reichlich vormöbliert so dass meine zusätzlichen Möbel fast schon ein wenig "over the top" sind. Das ursprüngliche Bett haben wir dann aber gleich zerlegt und unter mein großes Bett mit großer Matratze verfrachtet. Das war zum Glück ganz einfach. Ansonsten hab ich geschätzte 1000 Regale und einen großen Schrank, der aber zu 50% mit Kartons gefüllt ist momentan :-)
Ansonsten ist es eine 6er WG mit 2 Bädern für jeweils 3 Leute und einer großen Küche. Ich bin erstmal erschrocken wie sauber es war. Ich mein vorher in meiner WG war es auch nie sooooo dreckig, aber hier ist es echt top. Aber naja, ist ja auch ein Neubau und alles ist noch nicht so alt.
Mir gefällt es echt gut hier. Meine Mitbewohner sind 2 Deutsche, 1 Brasilianer, 1 Italiener und eine Amerikanerin, also sehr international. Der Brasilianer kann aber leider kaum Deutsch, möchte aber gerne reden. Kann halt nur portugiesisch ;-) Das sprechen nicht wirklich viele Leute. Der Italiener und die Amerikanerin sind irgendwie nicht so aufs sprechen aus, aber das ist mir auch ganz recht, sonst hab ich ja hier nie meine Ruhe! Sind aber beide auch recht nett von den paar Worten ausgehend , die wir bisher geredet haben. Der eine deutsche ist Mediziner und eigentlich mein Hauptgesprächspartner hier. Relativ gesprächig, weil er auch wieder Ossi ist denke ich. ;-) Ich bin zwar keine Sabbeltasche, aber ich finds angenehm ne direkte Bezugsperson zu haben mit der ich über so WG-Zeugs reden kann etc.
Viel mehr kann ich aber jetzt auch nicht mehr erzählen. Momentan siehts auch noch ziemlich chaotisch aus, weil ja nun auch Melissa noch hier (ganz furchtbar illegal) wohnt. Aber ich räum täglich rum und verbessere. Ich habe jedenfalls ein festes Konzept im Kopf! ;-)
Hier mal ein paar Fotos:





Und Info an alle, die mich mal besuchen wollen eventuell! Ich hab eine extra Matratze, weil ich ja das andere Bett abgebaut hab! Also kommt ruhig mal vorbei ;-)
Heute gibt es keinen Zungenbrecher oder derartiges, weil ich einfach keinen BOCK hab! Ich hoffe ihr verkraftet das.
Bis bald dann wieder :-)
Wie ihr alle vielleicht wisst, bin ich letzte Woche Donnerstag wieder in Tübingen eingezogen. Leider ging sofort das wichtigste erstmal nicht. Ich rede natürlich vom Internet. Irgendwie hatte die Person die vor mir hier gewohnt hat was illegales gemacht (schlimm schlimm) und das nicht gemeldet, deswegen war das Internet die ganze Zeit für dieses Zimmer gesperrt. Aber nachdem erkannt wurde, dass ich damit nichts zu tun hatte (hatte ne mail an die Verwalter des Netzes geschrieben) wurde ich gestern entsperrt!
Der Umzug war stressig! Aber das ist ja nichts unnormales. Zum Glück waren wir zu viert (Melissa, ihre Eltern und Ich) und alles ging ratzfatz!!! Wir habens glaube ich gut geschafft die Arbeit zu teilen. Hat auch zeitlich alles super hin gehauen. Auch danke ich den netten netten netten Menschen die meine Möbel beherbergt hatten und nun Melissas Möbel zeitweise beherbergen. Das war mir wieder alles fast peinlich wie gut wir behandelt wurden. :-)
Gut, durch die lange Sperre (laaaaaaang) konnten wir uns aber wieder gut im guten alten™ Tübingen einleben. Schön hier! Der Penny ist besser als der alte Treff-Discount. ;-) Und die Chinesen-Post (Postschalter der auch Hello Kitty und Computerteile führt und von einem chinesischen Ehepaar oder so geleitet wird) ist sowieso kult. Die Mensa hat es geschafft durch Preiserhöhung und umstrukturiertes Menü NOCH schlechter zu werden und in der Japanologie haben sie die Geschichtsmangas in die unterste Reihe umsortiert. Alles sehr traurig, aber ich werde mich dran gewöhnen.
Aber jetzt mal ein bisschen über WG und Zimmer:
Mein Zimmer finde ich wirklich schön. Es ist auch reichlich vormöbliert so dass meine zusätzlichen Möbel fast schon ein wenig "over the top" sind. Das ursprüngliche Bett haben wir dann aber gleich zerlegt und unter mein großes Bett mit großer Matratze verfrachtet. Das war zum Glück ganz einfach. Ansonsten hab ich geschätzte 1000 Regale und einen großen Schrank, der aber zu 50% mit Kartons gefüllt ist momentan :-)
Ansonsten ist es eine 6er WG mit 2 Bädern für jeweils 3 Leute und einer großen Küche. Ich bin erstmal erschrocken wie sauber es war. Ich mein vorher in meiner WG war es auch nie sooooo dreckig, aber hier ist es echt top. Aber naja, ist ja auch ein Neubau und alles ist noch nicht so alt.
Mir gefällt es echt gut hier. Meine Mitbewohner sind 2 Deutsche, 1 Brasilianer, 1 Italiener und eine Amerikanerin, also sehr international. Der Brasilianer kann aber leider kaum Deutsch, möchte aber gerne reden. Kann halt nur portugiesisch ;-) Das sprechen nicht wirklich viele Leute. Der Italiener und die Amerikanerin sind irgendwie nicht so aufs sprechen aus, aber das ist mir auch ganz recht, sonst hab ich ja hier nie meine Ruhe! Sind aber beide auch recht nett von den paar Worten ausgehend , die wir bisher geredet haben. Der eine deutsche ist Mediziner und eigentlich mein Hauptgesprächspartner hier. Relativ gesprächig, weil er auch wieder Ossi ist denke ich. ;-) Ich bin zwar keine Sabbeltasche, aber ich finds angenehm ne direkte Bezugsperson zu haben mit der ich über so WG-Zeugs reden kann etc.
Viel mehr kann ich aber jetzt auch nicht mehr erzählen. Momentan siehts auch noch ziemlich chaotisch aus, weil ja nun auch Melissa noch hier (ganz furchtbar illegal) wohnt. Aber ich räum täglich rum und verbessere. Ich habe jedenfalls ein festes Konzept im Kopf! ;-)
Hier mal ein paar Fotos:





Und Info an alle, die mich mal besuchen wollen eventuell! Ich hab eine extra Matratze, weil ich ja das andere Bett abgebaut hab! Also kommt ruhig mal vorbei ;-)
Heute gibt es keinen Zungenbrecher oder derartiges, weil ich einfach keinen BOCK hab! Ich hoffe ihr verkraftet das.
Bis bald dann wieder :-)
Montag, 24. März 2008
Gedichte/Zungenbrecher #2 und Buchrezension
Als erstes mal eine Rezension zu einem Buch was ich letztens lus (Präteritum von "ich lese"):
Der Titel lässt darauf schließen, wie wichtig dieses Buch ist und auf was für einem Niveau wir uns befinden. Äußerst wichtig und relativ hoch sind als Beschreibung eventuell sogar ein Quäntchen zu wenig. Die "besonders große Schrift" bildet eine willkommene Abwechslung zum augenbelastenden Einheitsbrei der Masse an feuilletonistisch hochwertiger Literatur.
Es wird eine Geschichte beschrieben, wie sie jedem von uns passieren könnte.
Robert Forks bildhafte Ausführungen spiegeln den nackten Wahnsinn der heutigen Welt wieder.
"In Kanada war Luke Vendell erwischt worden, wie er mehr als zwanzig Papageien in eine Plastiktüte gepackt und dann mit einem dicken Holzknüppel auf die Tüte geschlagen hatte. Er tat das nur zum Spaß, war noch nicht einmal betrunken."
Ich persönlich in meiner Wenigkeit, kenne kein Buch der Länge Bahnfahrt Weißenfels-Hamburg ohne ICE/IC/EC was mich jemals so in seinen Sog (ein Sog wie bei einer dieser etwas moderneren Zugtoiletten wo der Unrat nicht mehr auf die Gleise fällt) aufgenommen hat und mich bis zum wahrhaft überraschenden Ende nicht mehr los lies.
Gesamtbewertung: 1- von 5 durchwachsenen Schinkenscheiben
Mal ehrlich...ich glaub es ist nicht so gut wie andere Helge Schneider Bücher (hab noch keins gelesen), aber ich musste manchmal ziemlich laut lachen im Zug. War peinlich!
Und jetzt zum ernsteren Teil!
Ich hab mir mal einen weiteren Zungenbrecher rausgesucht den ich persönlich ziemlich schwer fand:
東京特許許可局局長
とうきょうとっきょきょかきょくきょくちょう
tôkyôtokkyokyokakyokukyokuchô
"Vorsitzender des Patent-Einwilligungsamtes Tokyo"
Das ganze Wort bzw. die ganze Wortkette ergibt nicht wirklich einen Sinn. Also ein solches Amt gibt es nicht.
Ich fand dieses Beispiel schwierig wegen dem Wechsel der Längungen. Erst "tôkyô" und dann "tokkyo" gefolgt von den anderen "kyo" schnell zu sagen ist gar nicht einfach.
Das ganze gibt es auch noch in Modifikationen, die weitaus länger sind (laut Wikipedia). Beispielsweise: (Die Übersetzung spar ich mir in dem Fall mal...)
東京特許許可局許可局長今日急遽特許許可却下
とうきょうとっきょきょかきょくきょかきょくちょうきょうきゅうきょとっきょきょかきゃっか
tôkyôtokkyokyokakyokukyokakyokuchôkyôkyûkyotokkyokyokakyakka
Gut!
Am Donnerstag zieh ich dann wieder um ins schöne Tübingen! Einige der Leser hier warten ja bereits SEHNSÜCHTIG auf mich, andere weinen mir hier eventuell schon die ersten Tränen nach und wiederum andere juckt das nicht die Bohne ;)
Ich freu mich auf Tübingen, genauso wie ich traurig bin hier weg zu gehen. Ich fühl mich an so vielen Orten zu Hause, aber kann leider nicht an allen Gleichzeitig sein.
Egal zu wem von euch ich vielleicht gehe, ich fühl mich sofort so als wär ich nie weg gewesen bzw. immer schon da gewesen, auch wenn ich vielleicht nur einmal da war.
Weggehen schmerzt immer, aber man kommt ja auch bald darauf wieder irgendwo an. Und da ich ja dann endlich auch mal näher (bzw. die erste Zeit zusammen mit) Melissa wohne, freue ich mich schon sehr auf die kommende Zeit.
Trotzdem hab ich in Hamburg die längste Zeit gewohnt und Familie und alte Freunde wohnen hier immer noch. Aber solange ich auch mal zurück kehren kann ist alles in Ordnung.
Die letzten Wochen waren wirklich schön! Ich hab viel mit meiner Familie, besonders mit meinem Vater, gemacht und Freunde getroffen (in Ost und West). Jetzt gehts wieder in den Süden! Damit sind dann alle Himmelsrichtungen abgedeckt!
Und für Kontakt gibt ja immer noch Telefon und Internet!
Abschliessend:
Mein zu Hause ist Deutschland. (Punkt)
Der Titel lässt darauf schließen, wie wichtig dieses Buch ist und auf was für einem Niveau wir uns befinden. Äußerst wichtig und relativ hoch sind als Beschreibung eventuell sogar ein Quäntchen zu wenig. Die "besonders große Schrift" bildet eine willkommene Abwechslung zum augenbelastenden Einheitsbrei der Masse an feuilletonistisch hochwertiger Literatur.Es wird eine Geschichte beschrieben, wie sie jedem von uns passieren könnte.
Robert Forks bildhafte Ausführungen spiegeln den nackten Wahnsinn der heutigen Welt wieder.
"In Kanada war Luke Vendell erwischt worden, wie er mehr als zwanzig Papageien in eine Plastiktüte gepackt und dann mit einem dicken Holzknüppel auf die Tüte geschlagen hatte. Er tat das nur zum Spaß, war noch nicht einmal betrunken."
Ich persönlich in meiner Wenigkeit, kenne kein Buch der Länge Bahnfahrt Weißenfels-Hamburg ohne ICE/IC/EC was mich jemals so in seinen Sog (ein Sog wie bei einer dieser etwas moderneren Zugtoiletten wo der Unrat nicht mehr auf die Gleise fällt) aufgenommen hat und mich bis zum wahrhaft überraschenden Ende nicht mehr los lies.
Gesamtbewertung: 1- von 5 durchwachsenen Schinkenscheiben
Mal ehrlich...ich glaub es ist nicht so gut wie andere Helge Schneider Bücher (hab noch keins gelesen), aber ich musste manchmal ziemlich laut lachen im Zug. War peinlich!
Und jetzt zum ernsteren Teil!
Ich hab mir mal einen weiteren Zungenbrecher rausgesucht den ich persönlich ziemlich schwer fand:
東京特許許可局局長
とうきょうとっきょきょかきょくきょくちょう
tôkyôtokkyokyokakyokukyokuchô
"Vorsitzender des Patent-Einwilligungsamtes Tokyo"
Das ganze Wort bzw. die ganze Wortkette ergibt nicht wirklich einen Sinn. Also ein solches Amt gibt es nicht.
Ich fand dieses Beispiel schwierig wegen dem Wechsel der Längungen. Erst "tôkyô" und dann "tokkyo" gefolgt von den anderen "kyo" schnell zu sagen ist gar nicht einfach.
Das ganze gibt es auch noch in Modifikationen, die weitaus länger sind (laut Wikipedia). Beispielsweise: (Die Übersetzung spar ich mir in dem Fall mal...)
東京特許許可局許可局長今日急遽特許許可却下
とうきょうとっきょきょかきょくきょかきょくちょうきょうきゅうきょとっきょきょかきゃっか
tôkyôtokkyokyokakyokukyokakyokuchôkyôkyûkyotokkyokyokakyakka
Gut!
Am Donnerstag zieh ich dann wieder um ins schöne Tübingen! Einige der Leser hier warten ja bereits SEHNSÜCHTIG auf mich, andere weinen mir hier eventuell schon die ersten Tränen nach und wiederum andere juckt das nicht die Bohne ;)
Ich freu mich auf Tübingen, genauso wie ich traurig bin hier weg zu gehen. Ich fühl mich an so vielen Orten zu Hause, aber kann leider nicht an allen Gleichzeitig sein.
Egal zu wem von euch ich vielleicht gehe, ich fühl mich sofort so als wär ich nie weg gewesen bzw. immer schon da gewesen, auch wenn ich vielleicht nur einmal da war.
Weggehen schmerzt immer, aber man kommt ja auch bald darauf wieder irgendwo an. Und da ich ja dann endlich auch mal näher (bzw. die erste Zeit zusammen mit) Melissa wohne, freue ich mich schon sehr auf die kommende Zeit.
Trotzdem hab ich in Hamburg die längste Zeit gewohnt und Familie und alte Freunde wohnen hier immer noch. Aber solange ich auch mal zurück kehren kann ist alles in Ordnung.
Die letzten Wochen waren wirklich schön! Ich hab viel mit meiner Familie, besonders mit meinem Vater, gemacht und Freunde getroffen (in Ost und West). Jetzt gehts wieder in den Süden! Damit sind dann alle Himmelsrichtungen abgedeckt!
Und für Kontakt gibt ja immer noch Telefon und Internet!
Abschliessend:
Mein zu Hause ist Deutschland. (Punkt)
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